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history of indian carpets
 

Geschichte des indischen Teppichs

Wollteppiche waren in Indien bereits im Jahre 500 vor Christus bekannt. Hinweise auf Matten und Teppiche aus Wolle finden sich in antiker und mittelalterlicher Literatur aus Indien. Der berühmteste Teppichtyp, die handgeflochtenen Teppiche kammen nach Indien zur Zeit der Herschaft von Akbar im 16. Jahrhundert. Er brachte im Jahre 1580 persische Teppichweber nach Indien und machte sie sesshaft. Die Kunst des Teppichwebens wuchs und gedieh. Die Muster und Designs wurden auf den königlichen Geschmack und die Indische Kunst hin übertragen und angepasst. Daher wurden die persischen Teppiche zu indischen Teppichen. Die Teppichweberei breitete sich über den gesamten Subkontinent aus mit jeder Region ihre eigenen Merkmale aufweisend.

Von Beginn an waren Wolle oder Seide die Ausgangsmaterialien für Handgeknüpfte Teppiche. Die Wolle kann verschiedener Art sein ,- wie die Type des hergestellten Teppichs. Seide wird auch in der Kashmirregion genutzt. Die Muster varieren von Weinreben- über Blumen, Tier, geometrische und kalligraphische Muster.
Teppiche aus der Periode Akbar’s (1556-1605) verwendeten eine Kette aus Baumwolle und ein Wollflorschema mit vielfachen blauen, grünen und anderern Schatten auf einer roten Basis. Diese Muster waren eine Adaption des persischen Stils und wurden spatter für den indischen Geschmack adaptiert.
Teppiche aus der Periode Jahangirs (1605-27) wurden noch mehr verfeinert. Materialien wie Seide und Pashima die verwendet wurden, erlaubten eine grössere Anzahl an eingearbeiteten Knoten. Die Muster ähnelten Miniaturbildnissen. Ausgeklügelte Abstufungen und Schatten mit Schussfäden waren Kunstwerke für sich. Diese Muster widerspiegelten Manuskriptzeichnungen. Sie wurden technisch sowohl vom Design her als auch vom Aufbau her verfeinert. Die Teppiche besassen rollende Rebenmuster, blühende Pflanzen und mehr naturalistische Tiere in bildhaften oder allgemeinen Mustern.
Während der Herrschaft Shahjahans (1628-58) erreichte die Teppichkunst eine neue Blüte. Feinste Ketten und Schussfäden aus Seide ermöglichten bis zu 2000 Knoten/2,54cm2. Seide oder Pashimaflor gaben den Teppichen eine samtige Struktur. Schussfadenschatten waren in dieser Periode hochentwickelt. Das vorherschende Design bildeten Blumenmuster.
Während der Herrschaft von Auranzeb (seit 1658 ), kam es allgemein zu einem Niedergang der Kunst während das Teppichhandwerk erhalten blieb. Ein Grund mag sein das Teppiche auch für religiöse Zwecke verwendet wurden. Die vorherschenden Muster waren blümlich mit gelegenlich geometrischen oder kalligraphischen Designs.
Ebenso wurden sie von europäischen und chinesischen Mustern auf eigene Art und Weise beeinflusst. Dies ist ersichtlich aus dem mytischen Weg den diese Muster in die Teppiche fanden. Die Kalligraphie beeinflusste die Teppichkunst wie sie es auch mit anderen Kunstrichtungen tat. Obwohl wie alle anderen Künste auch die Teppichherstellung eine Zeitlang einen Niedergang erlebte, blieb sie in tradionellen Familien erhalten.
Indische Teppiche werden als die technisch meist ausgereiftesten klassischen Teppiche angesehen. Im Laufe der Zeit wurden die Teppichweber künstlerische immer besser. Indische Teppiche sind berühmt für ihre exquisiten Designs, Eleganz, attraktive Farben und Ausführungsqualität.